Sedcards

Wer bin ich

Nach 55 Jahren Fotografie und davon sehr lange auch professionell, bin ich nun seit 1.8.18 im Ruhestand. Das bedeutet, das kommerzielles Arbeiten und Geld keine Rolle mehr spielt.

Ich mache aber aktuell immer noch Sedcards, Testshootings und Castings (ca. 80-100 pro Jahr) für befreundete Agenturen und deren Modelle in meinem kleinen Studio in Duisburg nähe HBF.

Kostenfrei?

Kostenfreie Sedcard-Shootings (TfP) mache ich mittlerweile auch. Der Hintergrund ist mein Ruhestand und damit die entsprechenden wirtschaftlichen Freiheitsgrade.

Hierfür muss man sich aber entsprechend bewerben!

jh@joerghoevel.com oder 0162-3717445

Warum?

Ich sehe seit Jahren sogenannte Portfolios und Sedcards, gerade von Nachwuchsmodellen, die sich damit bei mir oder Agenturen bewerben. Die Qualität läßt sehr oft zu wünschen übrig und das Verständnis, was wirklich gebraucht wird, ebenfalls. 

Selfies und minderwertige Bilder, hinterlassen bei Agenturen oft auch den entsprechenden Eindruck. Man sollte sich hier um möglichst hochwertige Aufnahmen bemühen.

Mir ist aber bewusst, das den meisten Nachwuchsmodellen das Geld für professionelle Bilder fehlen. Ein Sedcard-Shooting bei mir war schon im höheren dreistelligem Bereich.

Man versucht es deshalb mit Selfies oder TfP’s mit Amateurfotografen. Dagegen ist eigentlich nichts zu sagen … bei vielen ist nicht die Qualität, sondern das fehlende Wissen über den Markt oder was überhaupt eine Sedcard ausmacht das Problem.

Vorbereitung ist alles!

Modell ist eine Berufsbezeichnung (wie auch Fotograf), auch wenn man es gerne vergisst. Nur weil man ab und zu vor der Kamera gestanden hat, ist man noch lange kein kommerzielles Modell.

Deshalb auch dieser Artikel und die nachfolgende Video. Es ist also nicht nur höflich, sondern im eigenen Interesse, es anzuschauen und umzusetzen.

Die Videos befinden sich jeweils hinter den entsprechenden Kapiteln.

Wie auch in allen anderen Branchen der Welt, ist auch hier harte Arbeit und Weiterbildung entscheidend. Schön auszusehen hilft nur bis zum ersten kommerziellen Shooting. Wer dort versagt, ist out und nur noch eine Karteileiche der Agentur.

Leider möchten viele rennen, bevor sie laufen gelernt habe. Das Ergebnis ist oftmals eine harte (Bauch)Landung.

Erste einmal die Pflicht …

Das Thema Outfit wird jeweils nach den Beispielbildern behandelt.

Headshot

Bei den Headshots sollte man, wie gut zu sehen, etwas schulterfreies mitbringen.

Im Grunde ist es egal, auf welchem Weg man Schulterfreiheit erreicht. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, das es besser ist Bewegungsfreiheit zu haben, damit man auch mit den Händen arbeiten kann. Ansonsten sieht der Headshot sehr schnell, sehr statisch aus.

Makeup, sollte das Aussehen des Modelles nicht stark verändern. Die abgebildete Person muss auch noch erkennbar sein, wenn sie die Agentur zum Bewerbungsgespräch betritt. Wenn der Eindruck eines “Fakes” durch eine MUA entsteht, ist mit einer Einladung (bei uns) nicht zu rechnen.

Also maximal leichtes Tages-Makeup.

Portrait

Immer mehr Agenturen wollen sich die Aufnahmen für Ihre Webseite sparen. Deshalb fordern sie immer häufiger Bilder die direkt ihrem Corporate Design der Webseite entsprechen. Das geht von der Kleidung bis zum Hintergrund.

Was sehr oft verlangt wird, sind Portraits im weißen oder grauem T-Shirt und das vorzeigen der Hände. Das liegt daran,das die Hände oftmals ungepflegt sind (die Füsse erst recht). Die Körperpflege sagt viel über die Persönlichkeit aus (gilt auch für Fotografen).

Das folgende Video sollte man sich unbedingt zur Vorbereitung anschauen:

Polaroids

Ich nenne sie immer “Verbrecherfotos für Modelle”. Fehlt nur noch das Schild mit der Nummer vor der Brust…

Leider gibt es auch hier keinen Standard. Manche Agenturen wollen die klassische Polarroids

Andere wollen einfach nur Portraits im amerikanischen Schnitt (unter dem Knie).

Auch hier gibt es nur eines zum Outfit zu sagen “körperbetont” Ob nun

  • Body
  • Enge Kleidung
  • Swimware oder
  • Dessous

ist eigentlich nebensächlich. Es gibt aber zu bedenken, das was man zeigt, auch zeigt, was man später bereit ist zu machen.

Wer also Dessous grundsätzlich ablehnt, sollte keine Polaroids in Dessous machen. Oder umgekehrt.

Wer dagegen später für Swimware und Dessous gebucht werden möchte, sollte unbedingt entsprechende Bilder im m Shooing machen. Andernfalls könnte bei der Bewerbung ein falscher Eindruck entstehen und wenn die Agentur in diesem Bereich tätig ist, geht der Schuss möglicherweise nach hinten los.

Die Kür …

Das was sehr oft, durch GNTM usw., von Anfängermodellen erwartet wird.

Nur, wenn man die Pflicht nicht schafft, nutzt einem die Kür überhaupt nichts.

Katalog-Fashion

Im Katalog-Fashion vor weißem Hintergrund ist das Outfit nur in einem Punkt relevant. Der neutrale weiße Hintergrund läßt grundsätzlich alles zu.

Das Outfit sollte den Bereich wiederspiegeln, für den man am Ende auch gebucht werden möchte. Entweder eng umrissen, z.B. Sporty oder breit gefächert. Für jeden Bereich sollte also (mindestens) ein Outfit dabei sein.

Wichtig ist, das man keine zusätzlichen Träger oder den BH durch das Outfit sieht. Alles was wie ein Fehler wirkt, ist zu vermeiden. Ein Profimodell hat immer einen trägerlosen, fleischfarbenen BH und Slip in der Tasche (sie empfehlen Hunkemöller …).

Das folgende Video sollte man sich unbedingt zur Vorbereitung anschauen:

Editorial-Fashion (Studio)

Editorial “schreit” nach höherwertigem, ausgefallenerem Outfit. Da es oft (bei mir) vor grauem oder schwarzem Hintergrund geschieht, bietet sich etwas dunkles oder mit kräftigen Farben an (Kontraste).

Ich halte nichts von farbigen Hintergrund bei Sedcard-Bildern. Erstens, wirkt es sehr schnell kitschig und lenkt von der Person ab. Zweitens, muss man dann die Farblehre bei den Outfits einhalten und drittens, kann man in Photoshop ohne große Mühe jeden Hintergrund einblenden.

Editorial-Fashion (On Location)

Hat keine feste Regel. Warum? Weil alles von der Location, der Aufgabenstellung und der Lichtstimmung abhängt. Das bestimmt das Outfit.

Curvy & Glamour

Möchte man im Bereich Curvy und Glamour tätig werden. Beides ist mittlerweile sehr stark verbunden, so muss man seine Kurven auch bewusst und gezielt einsetzen. Warum sollte man ein Curvy-Modell wohl buchen, wenn nicht für seine Kurven?

Dessous

Glamour ist ein recht großer Bereich. Auch Lingerie/Dessous müssen verkauft werden.

Wichtig ist hier, das man hochwertiges in

  • Dessous
  • Bodies
  • Korsett/Korsagen

wählt. Ein glatter, geschlossener BH ist zwar praktisch, aber für ein Sedcard-Bild nicht ideal.

Weitere Beispielbilder?

https://www.instagram.com/joerghoevel/

https://www.instagram.com/thefineartportrait/

Wann?

Unter der Woche ist recht leicht machbar. Bin ja Ruheständler.

Ich versuche aber auch immer wieder Sammel-Shootings an einem Wochenende im Monat einzurichten.

Wie?

Anfragen am besten über jh@joerghoevel.com, 0162-3717445 oder Instagram @thefineartportrait @joerghoevel . Facebook ist fast eingestellt, da ich mich durch FB nicht weiter zu Werbung erpressen lassen will.