IMO – Stärken, verstärken

Und fokussieren.

Es braucht ein Vielfaches an Energie seine Schwächen auszumerzen, als seine Stärken auszubauen.

Ich habe mich deshalb Zeit meines Lebens darauf konzentriert meine Stärken zu identifizieren und kontinuierlich weiter zu verbessern. Das gilt für alle Lebensbereiche und nicht nur für die Fotografie.

Dadurch bin ich in diesem, zugegebenermaßen engem Bereich, immer sehr schnell in die Top-Liga aufgestiegen. Ob nun in der Physik, IT oder eben Fotografie. Aber immer nur in einem sehr kleinem Bereich.

Wer versucht als Generalist Weltklasse zu werden, muss Versagen

Aus diesem Grunde halte ich auch alles dem widersprechende Versuche für verschwendete Zeit
– jeden Tag ein Foto, egal was
– Challenges die von irgendjemanden definiert werden
– usw.

Selbst Wettbewerbe halte ich für kontraproduktiv. Warum? Weil sie von subjektiven Kriterien geprägt sind, oftmals persönlicher Geschmack genannt und von Juroren, die oftmals aus anderen fachlichen Bereichen kommen oder sogar nur als Theoretiker bezeichnet werden können.

Zudem ist eine Wertung, nicht nur der Arbeiten, sondern auch der Person. Auch wenn wir es eigentlich nicht wollen. Für den Fotografen sind es seine Babies und damit auch sein ganzer Stolz.

Ich war vor einiger Zeit als Juror eines Wettbewerbs eines Fotoclubs eingeladen worden. Eigentlich wollte ich nur etwas zu den positiven Bildern sagen, musste aber dann doch jedes Bild einzeln besprechen. Wenn man mich zu so etwas ‘zwingt’, bekommt man dann auch die offene und ehrliche Stellungnahme. Das wird zwar gefördert, aber in der Realität nicht wirklich geliebt. Ein paar der Teilnehmer haben mich danach auch nicht mehr mit dem Hintern angeschaut… Wohl die die es hart erwischt hatte.

Man kann auch ein erfolgreiches Fotografenleben führen ohne Wettbewerbe, Challenges usw. Man muss sich nur auf die eigenen Stärken fokussieren und sich dort persönliche Ziele setzen.