IMO – Profilierung über alles?

Ich bin immer wieder von der aktuelle Profilierungssucht auf Social Media genervt. 

Aktuell gerade wieder agressive Angriffe von Möchtegern-Modellen auf Facebook, weil sie nicht auf einem Bild verlinkt waren. 

Dabei war es eigentlich nur eine Nettigkeit überhaupt als Cover Foto einer Gruppe zu zeigen. Cover Fotos müssen als Gruppenfotos vorliegen, ansonsten kann es kein Cover Foto sein.

Wenn man also zu faul ist ein Bild hochzuladen und selbst zu verlinken, sondern nur einen Artikel verlinkt … gehört man eigentlich nicht mit einem Cover Foto belohnt.

Ich habe gesetzlich ein Recht verlinkt zu werden …

Was für ein Schwachsinn. Nach der DSVGO sind die persönlichen Informationen zu schützen, nicht an Dritte zu verbreiten und bei Nachfrage zu löschen. Zudem dürfen solche Informationen nicht zeitlich unbeschränkt gespeichert werden …

Das wird noch eine Menge Ärger geben, da Facebook & Co. alle persönlichen Informationen in Artikeln zeitlich unbeschränkt speichert und der Autor diese eigentlich sogar nach angemessener Zeit löschen müsste …

Die namentliche Nennung und/oder Verlinkung ist nur zulässig, wenn eine schriftliche Zustimmung des genannten existiert. Es gilt also TfP-Vertäge entsprechend zu ändern.

Übrigens wer hatte in der Vergangenheit eigentlich einen entsprechenden Passus in seinem Vertrag? Dünnes Eis, bei alten Bildern die heute gezeigt werden.

Also als ‘Dritter im Spiel hätte ich rechtlich überhaupt nichts nennen oder verlinken dürfen. Eigentlich war die Nettigkeit das Bild nochmals als Cover Foto hochzuladen rechtlich zweifelhaft (Urheberrecht). Das Bild ist nun gelöscht und ich werde es niemals wieder machen. Man lernt dazu.

Warum geht es eigentlich wirklich?

Ganz einfach um Profilierungssucht und teilweise Grössenwahn bei Amateuren. Sorry, aber mir reicht es langsam. Wer sich profilieren möchte, bitte nicht auf meine Kosten und Nerven.

Profis haben ein kommerzielles Interesse an der Veröffentlichung entsprechender Daten. Einfach gesagt Marketing und das ist in den entsprechenden Verträgen auch geregelt. Es geht um Umsatz und nicht mehr. Profis sehen es als Mittel zum Zweck an und nicht nur um ‘bekannt’ zu sein.

Amateure buhlen leider nur um Anerkennung. Namentliche Nennung, Verlinkung, Likes, … Für  mich langsam ein Fall für die Couch eines Psychiaters, bei dem wie es mittlerweile ausartet.

NACHTRAG

Mittlerweile erfolgt von den Modellen die das Ganze initiiert haben ein Shitstorm auf Facebook und Instagram.

Wer glaubt ich lasse mich erpressen, um die rechtliche Wahrheit zu revidieren, der täuscht sich gewaltig. Behauptungen ich würde mich hinter der DSGVO verstecken, zweigt das gelebte Rechtsverständnis in dieser Gruppe. Bei Gesetzen gibt es kein, ich mache es mir wie ich will.

Ich werde auch weiterhin und im Gegensatz zu meinen Gegnern keine Namen nennen und Geschäftsschädigung betreiben.