IMO – Ich hasse Erotik in Social Media

Ja, ich hasse mittlerweile was ich diesem Bereich im Social Media ertragen muss. Aber auch nur dort.

Nein, ich habe nichts gegen Erotik und bin ich nicht vom weltlichen ab.

Warum ich es hasse, liegt nur zum Teil am Inhalt, sondern hauptsächlich an der Zielsetzung der Fotografen und Modelle.

Wenn ein guter Aktfotograf seine Bilder in Ausstellungen, Bildbänden oder auch Webseite zeigt, so gefällt mir das durchaus. Alleine die Art der Präsentation und Veröffentlichung zeigt die persönliche Einstellung des Fotografen und Modelles zum Thema. Auch die “Käufer” gehören einer speziellen Gruppe Mensch an.

Erotik, als Mittel zur Profilierung

Nachdem Fotografen und Modelle festgestellt haben, das nackte Haut viele Follower und Likes bedeuten, ist Social Media zum Spielplatz der “Erotik für Arme” geworden. Sorry, so sehe ich das. Nur das sich arm, nicht auf das geldliche bezieht.

Man profiliert sich über Nacktheit und übersieht die Folgen. Schon mal getestet? Ein Charakterportrait gibt x Likes und Follower. Ein Beautyportrait Faktor 10 und nackte Haut Faktor 100 und mehr. Nur wo kommen die plötzlich her?

Man fängt also an, immer mehr Erotikbilder zu “produzieren”. Es wird darauf geachtet, was am meisten Likes bringt und reagiert… gespreizte Beine, zuerst noch abgedeckt, später dann offener, lassen die Zahl der Likes und Follower extrem ansteigen…

Ich sehe auf einen Blick, ob der Fotograf kopf-oder schwanzgesteuert war. Viele Bilder sind für mich leider nur noch W….vorlagen für Voyeure. Das Modell wird nicht “greater then life” dargestellt, sondern disqualifiziert.

Wenn man alle Voyeure des Social Media zum Follower haben möchte, ist die regelmäßige Veröffentlichung von Erotikbildern ideal. Die Frage die sich stellt ist, wie ist meine eigene persönliche Reputation, nicht nur bei Freunden und Familie, danach. Es soll im persönlichen Umfeld Leute geben, die das Szenario durchschauen.

Ich persönlich lehne aus diesem Grund die Zusammenarbeit mit Erotikmodellen grundsätzlich ab. Ich kann auf diese Art der Publicity gut verzichten. Wenn ich mir vorstelle, das ein Portrait von mir direkt neben einem schlechten Erotikbild gezeigt wird … leider schon geschehen. Deshalb keine Chance mehr.

Mittlerweile kommen alle diese Social Media Erotikprofiteure bei mir auf die Blockierlisten von Facebook, Instagram & Co. Ich möchte mit den Schund nicht mehr sehen müssen.

Wenn ich hochwertige Erotik sehen möchte, gehe ich ins Museum, eine Ausstellung oder kaufe einen Bildband!