Blitz – Arbeiten mit Spiegelungen

Ich sehe recht wenig (geblitzte) Arbeiten mit Spiegelungen. Ich glaube es liegt daran, dass viele schlechte Erfahrungen mit “Blitzen im Spiegel” und ihrem eigenen Spiegelbild gemacht haben.
Dabei ist es recht einfach … man muss “es” einfach aus der Spiegelung heraushalten. Ja, ich sehe jetzt schon die begeisterten Gesichter … der hat leicht reden. Aber es ist leicht.
Der alte Physiker erinnert euch nur etwas an den (möglicherweise verpassten) Physikunterricht. Licht wird an einer Fläche immer im gleichen Winkel reflektiert, wie es aufgetroffen ist (Einfallswinkel = Ausfallwinkel).
Blitz mit 220 Deep Para von rechts und fast hinter dem Spiegel
Das bedeutet in der Praxis folgendes:
  • Der Blitz muss so stehen, dass er nicht im Spiegel zu sehen ist. In den meisten Fällen bedeutet es, das er mehr oder weniger parallel zum Spiegel das Licht am Spiegel vorbei abstrahlen muss.
  • Natürlich muss der Blitz das Modell trotzdem erleuchten können.
  • Der Fotograf muss in einer Position und Winkel zum Spiegel stehen, das er das Modell direkt und im Spiegel sehen kann.

Blitz mit Deep Para Schirm von Links und parallel zum Spiegel

Das lässt sich nicht berechnen, sondern muss in der Realität ausgetestet werden. Nach ein paar Shootings weiß man aber schon instinktiv, wo Blitz und Fotograf stehen muss.
Es empfiehlt sich Lichtformer zu nehmen die das Licht stark richten und wenig Streuung haben. Softboxen sind somit nicht ideal. Besser sind Deep Para’s als Schirm oder Okta, sowie Reflektoren und Beauty Dish mit Waben.
120cm Softbox von links und leicht von hinten ohne das es in der Spiegelung erscheint